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Im September 2015 postete Bastian Seelhofer seine Absicht auf Facebook, Menschen auf der Flucht zu helfen. Aus einer Idee wurde ein Einsatz und gemeinsam mit vielen freiwilligen HelferInnen gründeten wir Be Aware And Share – BAAS.

Jetzt wird Bastian „Baschi“ Seelhofer nach langer Einsatzzeit als Koordinator das BAAS-Projekt „Refugee Education Chios” auf der griechischen Insel Chios verlassen und möchte an dieser Stelle selbst das Wort an Euch richten:

Nach nun fast 2 Jahren Auslandseinsatz kehre ich zurück in die Schweiz. Es ist für mich an der Zeit, etwas Kürzer zu treten und in der Schweiz wieder Fuss zu fassen. Die letzten beiden Jahre empfinde ich als die emotionalsten, lehrreichsten, traurigsten aber auch freudigsten Jahre. Abertausende Menschen durfte ich aus den verschiedensten Ländern und Kulturen kennen lernen. Ich durfte von ihnen lernen und aber auch mit meinen Möglichkeiten jenes Teilen, was Ihnen den Weg in eine friedvollere Welt erleichtern sollte.
In den letzten 18 Monaten lebte ich mit über hundert MitbewohnerInnen unter einem Dach auf der griechischen Insel Chios – unvergessliche und wertvolle Begegnungen mit hilfsbereiten Menschen aus der ganzen Welt aus den unterschiedlichsten Kulturen und Professionen. Gemeinsam konnten wir so eine Oase schaffen, eine Oase für Kinder und Jugendliche auf der Flucht, weg von Krieg, Tod und Elend, hin zu einer etwas kindergerechteren Welt wo Lachen und Miteinander den Tagesablauf bestimmen.
Es ist berührend zu sehen und spüren wie all diese freiwilligen HelferInnen aus ihrem inneren Willen, gemeinsam einen Ort schaffen, an dem andere sich akzeptiert und wohl fühlen.

Das Projekt, sowie die Leiter und „Patenkinder“ Nicholas, Jacob, Michelle und Martha bleiben nach wie vor auf der griechischen Insel Chios und betreiben mit dem Volunteerteam die beiden Schulen und das Jugendzentrum. Zurück in der Schweiz werde ich ab September die Stelle zum Werkraumleiter bei der Bildungsintegration Baselland antreten und leite das Pilotprojekt LOS!
Dieses Projekt bietet spätmigrierten junge Erwachsene im Alter von 18-24 Jahren eine Plattform, um sie näher an die Berufswelten in der Schweiz und ihren Möglichkeiten heran zu führen, um dann nach Abschluss des Projektes eine Vorlehre oder Lehre absolvieren zu können. Diese Menschen fallen aus dem offiziellen Bildungsangebot für Asylsuchende in der Schweiz, weshalb dieses Pilotprojekt von der Bildungsintegration lanciert wurde. Diese Anstellung wird mich zu 70% besetzten.

Meine Tätigkeit bei BAAS als Präsident und Projektentwickler werde ich weiterhin verfolgen und aus der Schweiz vermehrt Hintergrundarbeit leisten. Neue kleinere Projekte im In- und Ausland sowie Sensibilisierungsarbeit in den Schweizer Schulen werden meine zukünftigen Arbeitsfelder in den nächsten 1-2 Jahren darstellen.

Gemeinsam mit dem Koordinations-Team der Patenkinder vor Ort auf Chios entwickeln wir ein Konzept für die weiterführende Verwendung meines Anteils an den Patenschaften mit dem Ziel, unser qualitatives Schulangebot für kriegstraumatisierte Schülerinnen und Schüler weiter zu optimieren. Diese Ausarbeitung wird in den nächsten beiden Wochen finalisiert, wobei wir alle Unterstützerinnen und Unterstützer, Freundinnen und Freunde und vor allem Paten und Patinnen fundiert darüber informieren werden.

Ich möchte mich aus tiefsten Herzen bei allen bedanken.

Gemeinsam macht ihr es möglich, dass über 1500 Kindern und Jugendliche das Recht auf Bildung nicht verwehrt wird und sie wieder lernen können, gemeinsam lachen und einander zu lieben.

DANKE!